Am 29.01.2011 trafen wir uns zu unserer ersten Mitgliederversammlung 2011. Zuerst tagte ab 10:00 Uhr der Vorstand. Dort wurden so wichtige Dinge entschieden, wie die komissarische Neubesetzung des Verantwortlichen für Aus- und Weiterbildung und die Stelle des Verantwortlichen für unser jagdliches Brauchtum. Unser Arbeitsplan für 2011 erhielt den letzten Feinschliff und wurde so auch von den Mitgliedern bestätigt. Unser neues Fördermitglied Rudolf Stübner stellte sich vor und will sich aktiv in die Verbandsarbeit einbringen. Am 12.02.2011 wollen unsere Vorsitzende und Wilfried Michaelis in den Schwarzwald fahren, um die letzten offenen Fragen wegen unserer neuen Uniformen zu klären. Nachdem unsere Vorsitzende ihren Rechenschaftsbericht für 2010 vorgetragen hatte, erfolgte der Bericht des Schatzmeisters. Während der Diskussion über unseren Arbeitsplan kam es auch zu diversen Neuvorschlägen, die jedoch nicht alle in diesem Jahr realisiert werden konnten. Somit hat der Vorstand schon einige Anregungen für 2012 erhalten. Für Privates war auch noch genügend Zeit und unsere Mitglieder konnten Diverses von und über die Jagd berichten. |
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Am 05.03.2011 trafen sich unsere Jagdaufseher in Chursdorf in der Gaststätte "Höllmühle" zu einem Seminar über Biotopverbesserung. Unser Referent Revierförster a.D. Karl-Peter Füßlein, Vorsitzender der Naturschutzstation Herrenhaide, Kreisnaturschutzbeauftragter und ausgebildeter Naturschutzwart kann auf rund 50 Jahre Naturschutzerfahrung zurückblicken. So war er für uns ein kompetenter Ansprechpartner, wenn es um Biotopverbesserungen geht. Gemeinsam erarbeiteten wir das theoretische Rüstzeug, während die praktische Erfahrung von Revierförster a.D. Füßlein bei einem späteren Besuch in seiner Naturschutzstation vermittelt und erlebt werden sollen. Hecken, Feldgehölze und Feldraine sind wichtig für die Artenvielfalt und bereichern unsere Kulturlandschaft. Deckungs- und Äsungsflächen in der Feldflur senken gerade bei unserem Rehwild den Verbissdruck im Wald und sind wichtige Rückzugsgebiete. Eine langfristige Biotopverbesserung gelingt nur, wenn alle Interessierten, also Landeigner, Landwirte, Jäger und Nutzer an einem Strang ziehen. Zum Beispiel muss bei Auswilderungsprojekten erst einmal die entsprechende Landschaft vorhanden sein, ehe man dazu übergeht, Tiere auszuwildern. Es wurde auch darüber gesprochen, Waldrandbeschneidungen gegen Hecken aufzuwiegen oder Möglichkeiten der Förderung von Kleinbiotopen auszuloten. Hochleitungsschneisen, bepflanzt mit Besenginster eignen sich beispielsweise gut als Winteräsungsflächen und Wildobstbäume sichern den Bestand alter und vielleicht schon morgen verlorener Sorten. Wir bedanken uns hiermit noch einmal recht herzlich bei unserem Referenten und freuen uns schon auf den Termin in der Naturschutzstation Herrenhaide. Dieser wird rechtzeitig im Internet bekanntgegeben. |
Am 03.04.2011 trafen sich interessierte Schwarzwildjäger aus vielen Bundesländern im Landhotel "Helms" in Altensalzkoth. Dort erläuterte der Referent für das Schiesswesen im VJN, Dieter Erbut in anschaulicher und kurzweiliger Form alle wichtigen Aspekte der (Drück-)Jagd auf Schwarzwild. Besonderer Wert wurde auf das Ansprechen, die Schußdisziplin, die Ausrüstung und das Abfangen gelegt. Auch das Verhalten auf dem Drückjagdstand mit Anschusskennzeichnung und das Verhalten bei einem Verkehrsunfall mit Wild wurde erörtert. Besonders interessant war die Vorstellung der verschiedenen Blankwaffen aus der Sicht eines echten Praktikers. Bei allen Beteiligten hat dieser Vortrag mit Sicherheit dazu beigetragen, die hier und da bestehenden Vorurteile gegen Kurz- und Blankwaffen abzubauen und die persönliche Ausrüstung hinsichtlich eines geeigneten Abfangmessers für unser doch recht wehrhaftes Schwarzwild zu erweitern. Nach einem stärkenden Mittagessen ging es dann zum praktischen Teil auf den Schießstand Celle/Scheuen. Dort hatten alle Teilnehmer/innen Gelegenheit, in vier Teams das Schießen mit Großkaliberbüchsen auf versch. Distanzen, das Schießen mit Flintenlaufgeschossen, das Schießen mit Großkaliberkurzwaffen auf versch. Distanzen, das Abfangen mit blanken Waffen an einer Sauhälfte und die Handhabung der Saufeder zu üben. Im Schießkino konnte neben dem Schießen unter Drückjagdbedingungen auch das Ansprechen von Schwarzwild geübt werden. Dabei ging es darum, eigene Schwächen zu erkennen und persönliche Trainingsschwerpunkte zu definieren. Die Reaktionen auf dieses interessante Seminar waren durchweg positiv und es hat bei allen Teilnehmern einen tiefen Eindruck hinterlassen. Unser Referent Dieter Erbut vermittelte sein Wissen mit viel Humor und zeigte an der halben Sau, wie man die Blankwaffe richtig handhabt. Dies konnten dann alle Teilnehmer/innen selbst testen. Wir bedanken uns bei Sibylle und Dieter Erbut, bei den vielen geduldigen Betreuern und bei allen Helfern recht herzlich für dieses gelungene Seminar. |
Referent Dieter Erbut in Aktion
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Am 09.04.2011 trafen wir uns wie jedes Jahr zum traditionellen Anschiessen auf dem Schießstand des Schützenvereins SV 1809 Seifersbach . Es konnten die Jagdwaffen auf 50m und 100m kontrollgeschossen werden (auch Brennecke). Optimal funktionierendes Handwerkszeug sind wir unserem Wild letztendlich auch schuldig. Wie immer taf sich leider nur der harte Kern auf dem Schießstand. Wir hoffen, dass die anderen Jagdaufseher die gebotenen Möglichkeifen in den Jagdverbänden und Hegeringen nutzen, um sich und ihre Waffen zu testen. Nach dem Schießen trafen wir uns in der Cafeteriea zum Diskutieren und auch zum privaten Plausch bei Kaffee und Kuchen. Herzlichen Dank sagen wir an das freundliche Schießstandspersonal und an die Küchenfeen von Seifersbach, die sich wie immer sehr viel Mühe bei der Bewirtung gegeben haben. Wir kommen auf alle Fälle 2012 wieder. Über das Einschießen wurde in der einschlägigen Literatur schon viel geschrieben, so dass hier nur einige wichtige Punkte aufgezeigt werden sollen: - die Waffen sollten saubere und entölte Läufe ohne Geschossrückstände aufweisen, auch das Patronenlager entölen! - ausreichend Munition eines Fertigungsloses sollte vorhanden sein (eine andere Losnummer kann zu Treffpunktabweichungen führen) - für eine ordentliche Schießauflage sorgen, eine aufrechte Sitzhaltung einnehmen - mindestens 3, besser 5 Schüsse abgeben, Pausen (vor allem bei kombinierten Waffen) einhalten - nach Möglichkeit später im Revier noch einen Kontrollschuss machen (manchmal weicht die Treffpunktlage durch andere Auflage ab) |
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Am 18.06.2011 trafen sich die sächsischen Jagdaufseher/innen schon am frühen Morgen, denn es sollte zu einer Exkursion nach Zella-Mehlis und Suhl gehen. So saßen die Waidgenossinnen und Waidgenossen rund um die Lausitz pünktlich um 6:00 Uhr im Bus und in Chemnitz stiegen diejenigen zu, die im dortigen Großraum angesiedelt sind. Nach dem Besuch der ehemaligen Beschussanstalt Zella-Mehlis fuhren wir nach Suhl zum Ringberghotel, wo schon ein leckeres Mittagessen auf uns wartete. Frisch gestärkt ging es dann zum Suhler Waffenmuseum. Dieses Museum, dass sich in neu renoviertem Glanz präsentiert, beherbergt eine Ausstellung von Jagd-, Prunk-, Militär- und Sportwaffen und gibt den Besuchern einen Einblick über das Waffenhandwerk in Suhl, das früher wohl wichtigste Gewerbe überhaupt. Dieses Museum rechtfertigt als Deutschlands einzigstes Spezialmuseum für Handfeuerwaffen auch eine längere Anreise für interessierte Waidgenossinnen und Waidgenossen. Im Jagdwaffenbereich konnten wir Jagdwaffen der unterschiedlichsten Epochen bewundern, die den hohen technischen Entwicklungsstand der damaligen Zeit mit herrlichen Gravuren und Schaftverschneidungen kombinieren. Welcher Jäger kann sich schon der Faszination vollendeter Jagdwaffen entziehen, sind diese doch unser wichtigstes Handwerkszeug. |
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Im Sportwaffenbereich wurden Sportwaffen von hoher Funktionalität und Präzision gezeigt. Nebenbei hatten sich einige von uns ein Herz gefasst und testeten ihr Können in einem kleinen Laserschießstand. |
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Am 24.09.2011 nutzten einige Jagdaufseher das Angebot unseres Verbandes, sich im Rahmen der Ausbildung zum Revierhegemeister des BDJV im Modul "Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation" weiterzubilden. Im Berghotel auf dem sogenannten Schwedenstein bei Steina fanden wir eine zünftige Tagungsstätte und mit unserem Referenten Falk Ende vom Landesjagdverband Sachsen einen sachkundigen Lehrer. Neben der Definition des Begriffes Öffentlichkeitsarbeit wurden wir auch mit der systematischen Vorgehensweise vertraut gemacht und wir erfuhren viel Wissenswertes zur Zielgruppenanalyse genau so wie zur Auswahl der Kommunikationswege. Ebenso gewissenhaft sollte eine Selbstkontrolle zeigen, inwieweit die durchgeführten Massnahmen auch erfolgreich waren. Das Fazit kann nur lauten, ein rundum interessanter und gelungener Lehrgang, vom Referenten Falk Ende mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis untermauert. |
Letztendlich war es leider nur der kleine Kreis derer, die immer kommen, die sich am 26.11.2011 im Grünfelder Schloss zu unserem grünen Abend und einem zünftigen Ritteressen zusammenfanden. Nach Kaffee und Kuchen wurden die neuesten Jagdgeschichten ausgetauscht und es wurde über all´das gesprochen, was sich Jäger untereinander so erzählen. Natur und Wild stehen bei uns eben an erster Stelle. Vor und während des Ritteressens sorgten zwei Bänkelsänger für Unterhaltung, es wurde unser Alexander Niemz zum Ritter geschlagen und Herbert Friedrich zum Pfaffen ernannt, der auch prompt einer holden Maid die Beichte abnahm. Kurzum, es war für alle Dabeigewesenen ein schöner Tag und wir bedanken uns recht herzlich bei unserer Eva-Maria Leonhardt für die Organisation. Diejenigen, die nicht dabei waren, haben echt was verpasst.
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